"Den Puls des eigenen Herzens fühlen.

Ruhe im Innern, Ruhe im Äußern.

Wieder Atem holen lernen, das ist es."

 

(Christian Morgenstern)

Yin & Yang Yoga

- Den Beckenboden stärken und die Faszien elastisieren -

Das Leben ist: hell und dunkel, langsam und schnell. Phasen, in denen wir uns wohlfühlen, wechseln sich mit Phasen, in denen es uns nicht so gut geht und wir Krisen oder Leid erfahren, ab. Das Leben ist YIN und YANG. Nichts geht ohne das andere. Erst beides im Gleichgewicht ergibt ein Ganzes.

   

YIN ist die weibliche Seite: kühl, passiv, empfangend. Hierzu gehören die nährstoff- und energiespeichernden Organe, wie Milz, Herz und Leber.

YANG ist die männliche Seite: aktiv, wärmend, antreibend. Hierzu gehören die Hohlorgane, wie Magen, Darm und Blase.

Der Beckenboden

24 Stunden Dauerleistung und dennoch wird er so vernachlässigt - der BECKENBODEN. In der fernöstlichen Kultur auch als "das TOR des LEBENS" genannt, ist er der Ort, in dem Leben entsteht und Leben beschützt heranwächst. Der Ort unserer Weiblichkeit, unserer Kraft und Intuition. Nur wenige wissen, dass es nicht nur die durchtrainierte äußere Bauch-Beine-Po-Muskulatur ist, die uns Halt, Stabilität, Leistungskraft und Wohlbefinden bringt. Es ist das faszinierende mehrschichtige Muskelsystem, das in 3 Schichten oft unbeachtet im Inneren unseres Beckens arbeitet.

​Diesem Muskelsystem schenken wir oftmals erst dann Beachtung, wenn es schlapp macht - mit Inkontinenz, Blasenschwäche oder gar einer Gebärmuttersenkung. Aber auch mit Hämorrhoiden, Rücken-, Knie- und Hüftgelenkbeschwerden und seelischer Unausgeglichenheit. Ein aktivierter und trainierter Beckenboden verschließt nicht nur wirksam den Beckenausgang, um die inneren Organe zu schützen, sondern ... stabilisiert und richtet die Wirbelsäule auf, entlastet Rücken sowie Hüft- und Kniegelenke, schenkt uns Beweglichkeit und ein stabiles Gleichgewicht, bringt uns Lebensfreude und eine erfüllte Sexualität.

Die Faszien

Faszien sind feine, elastische, sich überlagernde und nahtlos ineinander übergehende Häute. Sie umhüllen und verbinden unsere Muskeln, Knochen, Organe und Nerven und grenzen gleichzeitig einzelne Muskeln voneinander ab.

 

Wie ein Spinnennetz kann dieses einzigartige Bindegewebsgeflecht reißfest, widerstandskräftig und elastisch zugleich sein. Wie ein zu heiß gewaschener Wollpullover kann es durch Bewegungsmangel, psychischen Stress und übersäuerter Ernährung jedoch auch verfilzt und verklebt sein.

Mit den yang-orientierten Haltungen kräftigen und dehnen wir mit mehrmals wiederholten Bewegungen und Muskelanspannung. Mit den yin-orientierten Haltungen sprechen wir verstärkt das Fasziengewebe und den Energiefluss in den Meridianen an, indem die Haltungen mehrere Minuten lang eher passiv im Sitzen oder Liegen gehalten werden.

Bequeme Kleidung, warme Socken und den Entschluss, Dich darauf einzulassen ... mehr braucht es nicht.